| |
 |
Was braucht man alles für einen perfekten Urlaub? |
- einen 21 jährigen Informatiker mit Führerschein und Kreditkarte aus Illingen
- eine 21 jährige Sozialassistentin aus Paderborn
- 2 frischgebackene Abiturienten aus Kassel und Backnang
- Einen Waldorfschüler aus Weimar
- 1 Mietauto
- 5 Reisepässe mit multiplen Eintritten nach Südafrika
- 10 Tag Frei
- Jede Menge Gepäck und Geld UND?! Eine BRATPFANNE
|
| MONTAG |
Schreibtischunterlage: Bratpfanne
Aufenthaltsort: Backpacker Long Street Cape Town
Morgens haben wir uns ein Auto gemietet. Es kann also morgen losgehen.
Im Cafe habe wir unsere Erleuchtung des Tages: In Kapstadt stinkt es nicht nach Meer. Der beste Milchshake ist der mit Banane (aber nur „fresh banana“). Es regnete, da wollten wir glatt noch mehr Wasser und gehen daher ins Two Oceans Aquarium. Dort war es ganz lustig, hat schon was, Auge um Auge einem Haifisch gegenüber zu stehen (wenn´s auch nur ein kleiner war).
|
 |
 |
Wort des Tages: PIZZA
11 Uhr ist Schlafenszeit. Der Fahrer braucht Schlaf und morgen liegen 1000km vor uns |
|
| DIENSTAG |
Jipi, wir sind endlich raus aus Kapstadt. Der Kilometerstand: 7250 km, ja unser Auto ist ziemlich neu…
Hinter uns ist die Police. Pizza time! (geht unbedingt mal nach Cape Town in den Crazy Oven)
Nach eineinhalb Stunden Fahrt verstellt Christian den Spiegel. Jetzt sieht er was.
Nach 8,5 Stunden Fahrt befinden wir uns auf staatenlosem Gebiet. Der südafrikanische Grenzmann war ganz freundlich, der namibische dagegen schnauzt uns erst mal an, dass wir probably einparken sollen.
Einige interessante Städtenamen auf dem Weg: |
 |
- Rust
- Misverstand
- Dawns in die Weg
- Algeria
- Springbock (da waren wir im KFC und haben Country Musik gehört)
Irgendwann verlassen wir die Teerstraße (auf der uns ca. alle halbe Stunde ein Auto begegnet und uns mittlerweile 5 Mäuse und ein Falke vors Auto gerannt sind)
Die Dustroad ist m Vergleich zu Caphill Verhältnissen ganz gut. Hier rennen uns 8 Hasen und eine Eule vor die Räder.
Um 12 Uhr nachts nach 12 Stunden Fahrt kommen wir in Ai-Ais an.
Keine Ahnung wies hier eigentlich aussieht, es ist stockdunkel. Der freundliche Schrankenmann macht uns ein Lichtchen an.
Jeder trinkt noch ein Bierchen, isst ein paar Chips (sehr gesundes Abendbrot), dann gehen wir ins Bett. *räusper*
Unser Bett: 5! Menschen teilen sich ein 3! Mann Zelt. Wir haben 3 Isomatten und glaub jeder ein Schlafsack. Es ist sauheiß, wir reißen das Außenzelt wieder ab.
Besondere Vorkommnisse in der Nacht:
- mehrere Lachanfälle gezeugt durch Platzmangel
- ein zähneknirschender Andreas
- eine an den Füßen zusammengerollte Sophia
|
|
| MITTWOCH |
Ich glaube es war 7 Uhr: Wir stehen auf. Wir haben tatsächlich alle nach und nach unsere Schlafsäcke benutzt.
Wir essen Frühstuck: Müsli mit Apfel, jami.
Morgens halb 10 in Namibia: es ist ziemlich warm. Wir entschließen uns trotzdem ein warmes Bad in den heißen Quellen zu nehmen. Es ist extrem warm.
|
 |
Später bezahlen wir unsere Campingplatz Gebühr und kaufen Postkarten, Wasser gegen die Hitze und Mückenspray gegen die Malaria. Der Verkäufer schaut auf meine 100 Flohstiche auf den Beinen und lacht mich erst mal aus…
Wir machen einen Gang Richtung Fish-River-Canyon. Dort tun die einen so, als könnten sie Profibergsteigen und die anderen sitzen oder laufen halt rum.
Schon wieder ist es 12 Uhr. !2 Uhr mittags, wir fahren weiter gen Norden.
13,30 Uhr: Mittagszeit.
Wir halten an im Nirgendwo und essen Brot mit wahlweise Nutella, Marmelade oder Avocado. jami |
 |
Jipi, wir warn da. Wir haben ich gesehen, den Fish River-Canyon. Der ist wirklich ganz scön gigantisch geil.
Wir fahren nun weiter. Vielleicht landen wir später in Lüderitz.
Ich schaue nach rechts, ich schaue nach links, vorne hinten, links und rechts, nichts als Steppe. Im Radio läuft deutsche Volksmusik.
16.57 Uhr, wir haben die 1000 Kilometermarke geschaft.
Wir kommen an in Lüderitz. Wie immer ist es dunkel. Wir haben keinen Plan wohin. Oha, da steht ein Schild „Backpackers“. Ja prima, wer hätte gedacht, dass wir die heutige Nacht jeder in einem eigenen Bett schlafen könne und sogar eine Küche, eine Tischtennisplatte und ein Fernseher allein für uns zur Verfügung steht?
Zum Abendessen gibt es Chlornudeln mit wahlweise Chlorsaft oder Chlor Tee
Ich steige vor dem zu schlafen gehen aus dem Fenster und laufe noch ein bisschen auf dem Dach herum, muss einfach sein… |
|
| DONNERSTAG |
| Nach einer ultrabequemen Nacht (wie schon gesagt, jeder hatte sein eigenes Bett), nehmen wir die beste Dusche er Südhalbkugel, danach gibt’s gebratenes Toastbrot (Bratpfanne!)Danach schauen wir uns Lüderitz an und überlegen uns, ob wir uns ein Haus kaufen sollen (die Grundstückpreise hier, Können ja nicht so teuer sein) |
 |
OK, weiter geht es. Ab ins Auto zur Geisterstadt (dort wurden früher Diamanten abgebaut), die wenn man nach 11 Uhr kommt, allerdings 120 namibische Dollar kostet. Na gut, dann halt nicht…
Zwischendurch sehen wir einen Baum. Wir nutzen diese Möglichkeit um im schatten eine Packung Toastbrot zu essen |
Nach einer 5 ständigen Fahrt durchs Niemandsland, ganze 14 Autos sind uns begegnet, erreichen wir die groß eingezeichnete Stadt Betta. Hier gibt es eine Tankstelle, einen Zeltplatz und 3 Häuser.
Zu Abendessen gibt es Coucous mit Chacalaqua, danach spielen wir Namaqua.
Dann rennen wir nur noch im Kreis, dabei renne ich um den falschen Baum, Veronique macht sich ihre Hose kaputt und Christian brellt sich die Nase… |
 |
 |
Bald ist Schlafenszeit. Ich möchte gerade ins Zelt einsteigen, da bekomme ich einen Schlafsack an den kopf geschmissen. Andreas und ich werden in das kleine Zelt verbannt.
Oja, diesmal haben wir 2 Zelte aufgebaut, wir lernen dazu…, was aber nicht automatisch auch eine komfortablere Nacht bedeutet, was aber auch daran liegen könnte, dass eine Isomatte, die Nacht über alleine m Auto verbracht hat… |
|
| FREITAG |
Aua aua, mein Kreuz tut weh. Nachdem wir uns schon gewundert haben, was für ein glück wir mit den sanitären Anlagen wir hatten, gibt’s es diesmal wenigsten nur kaltes Wasser. Aber wer will morgens um 8 Uhr kurz vor der Wüste auch warm duschen?
Nach dem Frühstück geht’s weiter. |
13.20 wir schwitzen uns den Arsch ab. Waren gerade im Sesrim Canyon.
Mittags halb 2 in Namibia: Die perfekte Zeit um in die Wüste zu fahren. Scheiße heh, alles voller Sand, aber wir waren da. Wir sind die Dünen hoch gerannt, haben Handstände gemacht, und Purzelbäume und sind die Dünen wieder hinunter gerannt…
Abends machen wir noch große Pläne. Wir werden vor Sonnenaufgang aufstehen und dann weiterfahren. |
 |
 |
|
| SAMSTAG: |
Das mit dem Sonnenaufgang war ja auch eine kranke Idee. Halb 9 kommen wir nach und nach aus dem Zelt gekrochen, weil wir allmählich frittiert werden, nachdem uns in der Nacht schon mal vor Kälte die Ohren abgeflogen sind.
Frühstück gibt’s diesmal keins.
Wir schieben das Auto aus dem Sand und los geht’s. Wir haben 300 km Dustroad vor uns.
11.29 Uhr. Ich hatte gerade meine erstes Rechtslenker und Dustroad Erlebnis hinter mir. Bin trotzdem meistens auf der rechten Seite gefahren, weil weniger Schlaglöcher… Wenn es interessiert: unser Auto war eine Renault Megane und damit kann man prima, wenn man das mit der linken Gangschaltung nicht so ganz rafft gleich von den ersten in den vierten Gang schalten… ;-) |
 |
Ankunft im Backpacker Swakopmund.
Zum Abendessen gibt’s Pfannkuchen. Wir bekommen ein sehr krasses Angebot, das uns nicht mehr aus dem Kopf geht. Wir verhandeln noch etwas über den Preis. (ab da, muss ich andauernd an Imke und Lidi denken.) |
|
| SONNTAG |
Heute waren wir an der Skelettküste. (der Name deshalb, weil viele Schiffswracks vor dieser Küste liegen und den Überlebenden an Land auch eine sicherer Tod bevorstand, weil danach gleich wüste ist und es keine Trinkwasser mehr gibt. ) Wir haben an dieser Küste einige Knochen und tote Robben und sonstiges gesehen.
Vielleicht wäre es an dieser stelle wichtig zu erwähne, dass wir selbst noch am Leben sind. Wir sind heute nämlich alla nach und nach aus 10000 feet Höhe über der Wüste aus einem Flugzeug gesprungen. Ja, war schon etwas krank … ;-) |
 |
Nachdem wir es an der Küste dann nicht mehr aushalten, weil arschkalt, weil windig, wollen wir wieder zu den Dünen und Spaß haben. Und schon wieder klebt der Sand in Augen, Ohren, Nase und Mund…
Abends gehen wir in eine Bar und treffen Gerhard, von dem wir allen Deutschen erzählen sollen, weil er mehr von Deutschland wissen wollte, er wusste immerhin, dass wir eine Kanzlerin haben und er konnte auch ein bisschen Deutsch, wie übrigens extrem viele Menschen in Namibia) außerdem wollte er uns zeigen wo er wohnt und so fuhren wir noch (7 Leute in einem Auto) nach Mondesa, das Township von Swakopmund, allerdings war er doch eine relativ zwiespältige Person (er ist als er jung war bis nach Ägypten gelaufen…) |
 |
|
| MONTAG |
9 Uhr, der Wecker klingelt. Ich mag nicht aufstehen, ich hab immer noch Sand im Auge.
Wir nehmen ein warmes Frühstück, stopfen alles wieder ins Auto und gurken noch eine Weile nach Swakopmund und entschließen uns dann noch ein Brot und Farmdudler zu kaufen. Dann fahren wir weiter in Richtung Windhoek (Hauptstadt Namibias)
12.57 Uhr, wir fahren durch die Karibib.
Genau 3 Uhr. Wir fahren an einer Warzenschweinfamilie und Giraffen vorbei und noch so einem anderen Viech.
Matthias: Häh hui, was ist denn as für ein verschicktes Vieh, sieht aus wie ein Pferd, aber trotzdem ganz anders.
Andreas: Vielleicht ein Gnu?
Matthias: Da, noch mehr Warzenschweine!
Christian: Häh was?
Alle: Warzenschweine!!!
Christian: Was? Antilopen?
Matthias: Da, da sind noch mehr so verschickte Viecher!
Sophia: Das sind Menschen!
Ja, wie haben es eben voll drauf…
15.09, OK, jetzt fahren wir auf Tankreserve. Hoffentlich sind wir bald da. |
Nachdem wir 2 Stunden in Windhoek im Kreis gefahren sind, haben wir endlich unseren Backpackers gefunden.
Wir gehen essen. Die Jungs essen Spieß mit Oryx, Strauß, Krokodil und Kudu.
Zum ersten Mal in unserem Urlaub müssen wir etwas planen. Wann fahren wir zurück?
Das bekommen wir überhaupt gar nicht auf die Reihe, es wird dann halt einfach mal wiederkommen wie es kommt… |
 |
Nach Tagen der Einsamkeit und Wüste gibt es in Windhoek erstmal einen kleinen Kulturschock und ordentliches Autogehupe. Im Vergleich zu Kapstadt gibt es hier relativ wenige Weise und ordentlich Stacheldrahtzaun. |
 |
|
| DIENSTAG |
Wir starten den Tag mir Pfannkuchen und schreiben Postkarten im Park
14 Uhr, wir fahren los.
Wir kommen durch eine Kontrolle und sollen unsere Grenzzettel zeigen. Wir suchen nach irgendetwas und finden auch etwas, allerdings ist der Mensch etwas verwirrt, was vielleicht daran lag, dass wir ihm unseren „die-Straße-zur-Wüste-benutz-Schein“ gegeben haben…
Heute sieht Matthias noch so ein Vieh, was wir gestern gegessen haben (ich gehe davon aus, es war nicht das Krokodil) und wir sehen jede Menge Affen.
16 Uhr: rechts geht’s ab nach Schlip.
16.44 Uhr. Wir erreichen den Hardapdam. Irgendjemand hat das Gerücht entwickelt, dass man dort baden kann, den ganzen Tag freuen wir uns schon da rauf.
Eine Dame steht an der Schranke und möchte Geld.
Sophia: Can we swim there?
Dame: The swimmingpool is out of order
Veronique: What can we see there?
Dame: You can see the dam and animals.
Matthias: a lot of animals?
Christian. OK, thank you, dreht um und fährt auf der falschen Straßenseite zurück.
Andreas: Willst du ein Keks?
Christian: Nein, die sind schwarz.
OK, war wohl nix mit Damm, dafür werden wir noch vor Sonnenuntergang den Köcherbaumwald erreichen. (Typische Baumart in Namibia)
OK, die Sonne geht gerade unter, wir erreichen den Köcherwaldbaum. Damit hat sich unsere Frage nach der Heimfahrt geklärt. Wir verbringen die letzte Nacht noch mal auf einem Campingplatz.
Der Abend fängt an mit Reis mit Chacalaka (diesmal hot and spicy und zwar wirklich HOT AND SPICY!). nachdem der Reis ganz und die Soße zur Hälfte gegessen ist, gibt’s Springbock und Drehspiele bis zum Abwinken.
Alles besoffen, alles dunkel und wir haben nur eine Nagelschere, aber ich brauche jetzt und hier, eine neue Frisur. |
 |
|
| MITTWOCH |
Diesmal verwirklichen wir die Idee mit dem Sonnenaufgang wirklich uns stehen um viertel vor 6 auf.
Dann gibt’s den Spaziergang durch den Köcherbaumwald und dann noch zum Gigants Playground (viele Steine)
Dann müssen wir unsere Heimreise antreten, denn morgen um genau diese Zeit jetzt, müssen wir wieder topfit im Camphill antreten… Hehe |
 |
 |
10.30 Uhr. Wir passieren die namibische – südafrikanische Grenze. Bei Christians Reisepassnummer stürzt der Computer ab. Gleich nach der Grenze rechts geht’s nach Kotzeshoop. |
12.50 Uhr. Endlich Frühstück. Es gibt Nutella-Ketchup-Käse (Deutschlandbrot)
Zwischendurch noch ein Zwischen Stop in Camphill Alpha, wo eine Freund von Christian arbeitet, der leicht verwirt war, als wir plötzlich alle vor ihm standen…
Abendessen in Cape Town in einem richtig kranken großen Einkaufzentrum.
Und um 22.10 kommt die Camphill Dustroad. |
|
| verfasst von Sophia |
|
|